Drei Ausstellungen und zahlreiche Konzerte unter dem Motto „Mal anders“ stehen für das Jahr 2026 im Programm der Klosterkirche Fredelsloh bei Northeim. Unter dem Titel „Astrowolken“ werden ab dem 30. Mai Fotos von fremden Galaxien in riesigen Vergrößerungen gezeigt, teilten die Veranstalter mit. Der Fotograf Arndt Wolkenhauer hat ein eigenes Observatorium auf dem Dach seines Hauses in Moringen gebaut und ist Autor einer monatlichen Zeitungs-Kolumne über den Sternenhimmel.
Im Begleitprogramm der Ausstellung sollen Instrumente zur Sternenbeobachtung vorgestellt werden, hieß es. Zudem seien Gespräche über Themen wie den Himmel oder Schwarze Löcher mit einem Astrophysiker und einem Theologen geplant. Auch das begleitende Musikprogramm sei dem Thema angepasst: So spiele der Berliner Saxofonist Gert Anklam sein Programm „Raum – Space“, der Weimarer Gitarrist Falk Zenkner lasse Musik von der Gregorianik bis heute im Kirchenraum erklingen.
Eröffnet wird das Ausstellungsjahr am 11. April mit großformatigen Bildern der Einbecker Künstlerin Alexandra Dörrier. Ihre Bilder, die unter anderem die Perspektive von Kreuzgängen aufgreifen, könnten nur in einem Raum wie der Klosterkirche zur Geltung kommen, hieß es. Unter dem Titel „Schräg“ zeigt die Klosterkirche zwischen dem 25. Juli und dem 20. September außerdem eine große Gemeinschaftsausstellung.
Die Klosterkirche Fredelsloh wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Nach der Schließung des Stifts wurde der romanische Bau für einige Generationen als Getreidespeicher genutzt. Die Klosterkirche zählt zu den insgesamt zehn sogenannten Kulturkirchen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.