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Klavier-Festival Ruhr bietet 72 Konzerte in 17 Städten

75 Pianistinnen und Pianisten aus dem In- und Ausland sind beim diesjährigen Klavier-Festival Ruhr zu erleben. Insgesamt 72 Konzerte stehen vom 7. Mai bis 21. Juli in 17 Städten der Region auf dem Programm, wie die Veranstalter am Freitag in Essen mitteilten. Geplant sind unter anderem Auftritte von András Schiff, Grigory Sokolov, Rudolf Buchbinder und Fazil Say. Ein Schwerpunkt des Festivals widmet sich dem ungarischen Komponisten Béla Bartók, zudem wird unter anderem die vor zwei Jahren gegründete Reihe „Klavier & Elektronik“ fortgesetzt. Der Vorverkauf für das Festival hat begonnen.

Eröffnet wird das Klavier-Festival Ruhr im Konzerthaus Dortmund von Yulianna Avdeeva. Begleitet wird die russische Pianistin vom WDR-Sinfonieorchester unter Leitung von Omer Meir Wellber sowie dem israelischen Jazz- und Weltmusiker Guy Mintus und Jakob Reuven an der Mandoline.

Als neuer Spielort ist in diesem Jahr das Salzlager der Kokerei Zollverein in Essen aufgenommen worden. Im Zentrum des Unesco-Weltkulturerbes entstehe ab dem 13. Juni ein Raum der Inspiration und Begegnung, hieß es. Die Residenz im Salzlager biete die Möglichkeit, „einen eigenen Ort für Begegnungen, Kulinarik, Inspiration und natürlich Musik auf höchstem Niveau zu schaffen“, sagte Festivalintendantin Katrin Zagrosek. Geplant ist dort unter anderem am 21. Juni ein „spontaner Live-Abend“ mit Helge Schneider.

Fortgesetzt wird die Reihe „Jazz Piano“, die am 4. Juli mit einem Konzert von Diana Krall in der Grugahalle Essen startet. „Vier Schwergewichte des europäischen Jazz“ kommen den Angaben zufolge am 20. Mai im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen zusammen: Michael Wollny am Flügel, Posaunist Nils Landgren, Lars Danielsson am Bass und Schlagzeuger Wolfgang Haffner. In der Reihe „Klavier & Elektronik“ ist am 26. Juni in der Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen mit „Tangerine Dream“ eine Legende der elektronischen Musik zu erleben.

Nachwuchspianisten und Gewinner bedeutender Wettbewerbe präsentieren sich vom 5. bis 7. Juni in der Dortmunder Zeche Zollern im Rahmen der Reihe „Youngsters“. Dort wird unter anderem der Goldmedaillen-Gewinner des Chopin-Wettbewerbs von 2025, Eric Lu, auftreten.

Das Klavier-Festival Ruhr bietet zudem auch außerhalb seiner Spielzeit mehrere Termine. So gestaltet unter anderem Pierre-Laurent Aimard am 21. und 22. Februar in Bochum ein Mini-Festival zum 100. Geburtstag des ungarischen Komponisten György Kurtág. Am 16. März kommt Hélène Grimaud in die Historische Stadthalle Wuppertal. Ebenfalls in Wuppertal ist am 5. November Lang Lang zu erleben. Sein Programm umspannt Werke von Mozart bis Liszt.