Bischofswahl

Kirsten Fehrs bleibt einzige Kandidatin

Jetzt ist es amtlich. Für die Bischofswahl im Juni in Hamburg gibt es nur eine Kandidatin: Amtsinhaberin Kirsten Fehrs.

Bischöfin Kirsten Fehrs

Hamburg. Amtsinhaberin Kirsten Fehrs (59) bleibt alleinige Kandidatin für die am 5. Juni anstehende Bischofswahl im Nordkirchen-Sprengel Hamburg und Lübeck. Am Freitag, 30. April, ist die nach dem Bischofswahlgesetz vorgesehene Frist für die Benennung weiterer Kandidaten abgelaufen, wie die Nordkirche mitteilt. Fehrs kandidiert für weitere zehn Jahre.  Die Wahl steht an, weil die Theologin seit zehn Jahren im Amt ist.

Kirsten Fehrs habe sich mit ihrem Engagement zur Stärkung der demokratischen Kultur und im interreligiösen Dialog sowie mit ihrem Einsatz für Flüchtlinge und Seeleute viel Anerkennung erworben, sagte die Präses der Landessynode Ulrike Hillmann. „Ein Schwerpunkt ihrer bischöflichen Tätigkeit war auch die intensive Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Raum der Kirche und der zukünftige Schutz davor.“ Fehrs stehe „für eine Kirche, die die Seelsorge ganz in den Mittelpunkt stellt und es versteht, sensibel zwischen den unterschiedlichsten Standpunkten zu vermitteln“.

Geboren an der Westküste

Fehrs wurde am 12. September 1961 im schleswig-holsteinischen Wesselburen geboren. 1990 wurde sie zur Pastorin der damals Nordelbischen Kirche ordiniert. 2006 trat sie das Doppelamt einer Pröpstin im Kirchenkreis Hamburg-Ost und der Hauptpastorin an der Hauptkirche St. Jacobi an. Zur Bischöfin für Hamburg und Lübeck wurde sie im Juni 2011 gewählt und im November 2011 festlich im Dom zu Lübeck eingeführt.

Im Juni 2011 wurde Kirsten Fehrs im Michel zur Bischöfin gewählt. Gegenkandidatin war Petra Bahr, heutige Regionalbischöfin aus Hannover Foto: Stephan Wallocha / epd

Die hybrid geplante Wahlsynode der Nordkirche findet am Sonnabend, 5. Juni, im Hamburger Michel statt. Gottesdienst und Wahl können auch als Livestream verfolgt werden.

Im Rat der EKD

In ihre Zuständigkeit fallen die gesamtkirchlichen Hauptbereiche Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog sowie Generationen und Geschlechter. Außerdem gehört sie dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) an. Bundesweit bekannt geworden ist sie als Mitglied und bis 2020 Sprecherin des Beauftragtenrates zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. (epd)

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