Wenn von der Geschichte des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT) die Rede ist, steht meist die westdeutsche Tradition im Fokus, beobachtet Professor Thomas Kuhn, Kirchenhistoriker in Greifswald. „Es ist zwar bekannt, dass es auch in der DDR Kirchentage gab.“ Aber die seien seltener im Blick. Genau deshalb soll das zentrale Forschungskolloquium zu 75 Jahre Deutscher Evangelischer Kirchentag dieses Jahr im Osten stattfinden: in Greifswald im Krupp-Kolleg, vom 19. bis 21. September. Die Vorbereitungen sind vor Monaten angelaufen.
„Ich hatte der früheren Generalsekretärin des Kirchentags Greifswald vorgeschlagen, auch weil wir mit dem Krupp-Kolleg ein tolles Veranstaltungszentrum haben“, erzählt Kuhn. Die Jubiläums-AG mit Mitgliedern des Kirchentagsvereins habe zugestimmt. „Darüber bin ich richtig froh.“ Münden soll das Kolloqium am 21. September in ein Jubiläumsfest für alle auf dem Greifswalder Marktplatz. Die Nordkirche und der pommersche Kirchenkreis laden dazu ein.

