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Kirchenpräsidentin Tietz: Hoffnung und Zuversicht trotz Krisen

Die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Christiane Tietz, ruft zum Jahreswechsel dazu auf, trotz weltpolitischer Krisen und persönlicher Sorgen hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Kriege wie im Nahen Osten, in der Ukraine und politische Unsicherheiten etwa durch die anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz und die Kommunalwahl in Hessen belasteten viele Menschen, schreibt Tietz auf der Homepage der hessen-nassauischen Kirche ekhn.de. Resignation sei dennoch keine Lösung.

Tietz schöpft demnach Hoffnung aus dem Glauben: „Gott ist da – auch in schwierigen, dunklen Zeiten – und gibt Kraft und Mut, etwas zu ändern.“ Diese Zuversicht bringe die biblische Jahreslosung für 2026 zum Ausdruck: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ Zuversicht gebe ihr auch die Wahrnehmung, wie viele Menschen sich für andere engagieren, so Tietz. Sie nannte als Beispiele ehrenamtliche Sozialprojekte, in denen Menschen Seniorinnen und Senioren beim Einkaufen unterstützen, und Mitarbeitende der Diakonie und anderer Hilfseinrichtungen, die auch an Feiertagen rund um die Uhr für Menschen da sind.

„Ich blicke auf das neue Jahr mit der Hoffnung, dass Gottes Geist die Herzen von Menschen berührt, sodass wir alle einander wieder mehr als Menschen sehen, mit ganz ähnlichen Bedürfnissen und Hoffnungen und gleicher Verletzbarkeit“, sagte die Kirchenpräsidentin. Wenn die Menschen sich so sähen, ändere sich auch der gesellschaftliche Umgang miteinander. „Die Welt wird dadurch nicht sorgenfrei“, sagte Tietz. „Aber sie wird hoffnungsvoll.“