Die 50. Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg tritt am Sonnabend (10. Januar) zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Die wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung sind die Wahlen des Präsidiums und einer Präsidentin oder eines Präsidenten, teilte Kirchensprecher Dirk-Michael Grötzsch am Mittwoch mit. Die Tagung im Bildungshaus Rastede bei Oldenburg beginnt um 9 Uhr.
Zudem werden die synodalen Mitglieder des Gemeinsamen Kirchenausschusses gewählt. Das Leitungsorgan bildet gemeinsam mit den Mitgliedern des Oberkirchenrates die ständige Vertretung der Synode, wenn diese nicht tagt. Weiter werden die synodalen Ausschüsse besetzt.
Im Anschluss an die Tagung werden die insgesamt 60 Synodalen um 16 Uhr in einem Gottesdienst in der St.-Ulrichs-Kirche in Rastede von Bischof Thomas Adomeit in ihr Amt eingeführt. Dabei wird Adomeit auch bisherige langjährige Synoden-Präsidentin Sabine Blütchen entpflichten. Sie hatte das Kirchenparlament seit 2008 geleitet und war nicht erneut zur Wahl angetreten.
Die Synode ist das oberste Organ der Kirche und tagt in der Regel zweimal im Jahr. Sie nimmt stellvertretend für die Gemeinden die geistliche und rechtliche Verantwortung für das Leben der Kirche wahr. Das Kirchenparlament fällt Entscheidungen auf allen Gebieten des kirchlichen Lebens, beschließt Gesetze und ist für den gesamtkirchlichen Haushalt verantwortlich.
Außerdem wählt das Gremium den Bischof oder die Bischöfin sowie die Oberkirchenräte. Zur oldenburgischen Kirche zählen 101 Gemeinden zwischen der Nordseeinsel Wangerooge und den Dammer Bergen. Ihr gehören knapp 350.000 Mitglieder an.