Kirchenkreis Mecklenburg wählt neuen Propst

Zwei Pastoren wollen Nachfolger von Karl-Matthias Siegert werden. Im Güstrower Dom stellen sich die Kandidaten vor.

Güstrow. Im evangelischen Kirchenkreis Mecklenburg wird voraussichtlich am 22. April im Güstrower Dom ein neuer Propst für die Propstei Wismar gewählt. Zur Wahl stehen Pastor Marcus Antonioli (46) aus der Kirchengemeinde Heiligen-Geist Rostock und Pastor Matthias de Boor (56), Oberkirchenrat im Landeskirchenamt Schwerin. Gewählt wird ein Nachfolger für Propst Karl-Matthias Siegert, der im September in den Ruhestand geht, wie der Kirchenkreis mitteilt.
Pastor Antonioli stammt aus Hagenow. Nach dem Theologie-Studium in Leipzig und im südindischen Bangalore war er zunächst Gemeindepastor in Altkalen. Anschließend übernahm er die Pfarrstelle in Rostock-Groß Klein. Seinen derzeitigen Gemeindepfarrdienst in der Rostocker Kirchengemeinde Heiligen-Geist trat er im Jahr 2011 an. Er ist verheiratet mit einer Religionslehrerin, das Paar hat zwei Kinder.

Bruder eines Kandidaten leitet Wahlsynode

Matthias de Boor ist gebürtiger Schweriner. Nach dem Theologie-Studium mit anschließender Promotion in Halle/Saale war er Gemeindepastor in Neukloster und Ludwigslust. 2008 wechselte er als Theologischer Referent von Landesbischof Andreas von Maltzahn in den Oberkirchenrat in Schwerin. Seit 2012 ist er im Landeskirchenamt der Nordkirche als Ausbildungsreferent tätig. Er ist mit einer Pastorin verheiratet, das Paar hat drei Kinder.
Beide Kandidaten werden sich im Güstrower Dom vorstellen: Pastor de Boor am 11. März und Pastor Antonioli am 18. März. Jeweils im Anschluss stehen die Kandidaten für eine persönliche Vorstellung und ein Gespräch im Gemeindesaal zur Verfügung. Gewählt wird der neue Propst von der 55-köpfigen Kirchenkreissynode, die von Präses Christoph de Boor, dem Bruder des Kandidaten, geleitet wird. Der Kirchenkreis Mecklenburg hat derzeit drei Pröpste und eine Pröpstin: Neben Karl-Matthias Siegert in Wismar sind dies Britta Carstensen (Neustrelitz), Dirk Sauermann (Parchim) und Wulf Schünemann (Rostock). (epd)