Kirchengemeinde bekommt Glocken „fast geschenkt“

„Für einen symbolischen Preis“ kriegt die Gemeinde von Anklam neue Glocken aus Hannover. Jetzt braucht sie Geld für die Aufhängung.

Anklam. Die evangelische Kirchengemeinde Anklam in Mecklenburg-Vorpommern hat vier Bronze-Glocken für ihre Kreuzkirche "fast geschenkt" bekommen. Wie Pastorin Petra Huse dem epd mitteilte, seien die Glocken von der "Südstadt-Kirchengemeinde Hannover" gekauft worden. Es sei nur ein "symbolischer Preis" gezahlt worden.
Am 15. Juni werden die Glocken in Hannover verladen und vermutlich am darauffolgenden Tag in Anklam (Landkreis Vorpommern-Greisfwald) eintreffen. Die Glocken werden dann zunächst eingelagert, bis die etwa 40.000 Euro teure Finanzierung der Neuaufhängung gesichert ist, so die Pastorin.

Kirche in Hannover umgewidmet

Die Bronze-Glocken sollen zukünftig das Geläut der Kreuzkirche in Anklam bilden. Die bisher in der Kreuzkirche hängenden Glocken stammen aus dem Jahr 1962 und bestehen aus Eisenhartguss mit einer begrenzten Lebensdauer. Aufgrund starker Korrosion müssen sie ersetzt werden. Bronze-Glocken sind dagegen wesentlich länger nutzbar, hieß es. Die Kreuzkirche wurde in den Jahren 1953 bis 1955 erbaut.
Die vier neuen Glocken stammen aus der ehemaligen Athanasius-Kirche in Hannover. Sie wurden 1965 von Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg gegossen. Durch die Umwidmung des Kirchengebäudes wurden die Glocken nicht mehr genutzt, und die Südstadt-Kirchengemeinde Hannover suchte nach einer neuen Verwendung, sagte Pastorin Huse. (epd)