Corona zum Trotz

Kirche lädt Kinder in Niedersachsen zu „Orgelentdeckertagen“ ein

Neben Führungen und Konzerten soll es auch ein Konzert via Livestream geben. Das Programm ist an die Pandemie angepasst.

Kinder, ran an die Orgel!

Hannover/Stade. Rund 2.000 Kinder werden trotz der Corona-Krise erwartet, wenn die hannoversche Landeskirche vom 27. September bis zum 9. Oktober zu ihren „Orgelentdeckertagen“ einlädt. In 50 Veranstaltungen an 22 Orten soll ihnen mit Führungen, Konzerten und Workshops mit Orgelbauern das größte und teuerste aller Musikinstrumente nahegebracht werden, wie die Landeskirche mitteilt.

Das an die Pandemie angepasste Programm umfasst den Angaben zufolge auch digitale Angebote wie Livekonzerte mit Videoübertragung oder „Orgelgottesdienste“ im Internet. Beim „Tag der offenen Orgelbank“ am 27. September können die Gäste selbst das Musizieren an der Orgel ausprobieren.

Reiche Orgellandschaft

Die „Orgelentdeckertage“ werden in diesem Jahr zum fünften Mal organisiert, federführend durch das Modellprojekt „Vision Kirchenmusik“ und die Orgelakademie in Stade. Diesmal werden 31 Orgeln in ganz Niedersachsen vorgestellt. In den zurückliegenden Jahren hätten im Zuge der Aktion mehr als 10.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene eine Orgel besucht, hieß es.

Besonders an der niedersächsischen Küste gibt es eine Orgellandschaft von international herausragender Bedeutung. So finden sich im Norden und Nordwesten der hannoverschen Landeskirche historische Instrumente des weltweit bekannten barocken Orgelbaumeisters Arp Schnitger (1648-1719). Vom Harz bis ans Meer gibt es in der hannoverschen Landeskirche insgesamt mehr als 2.000 Orgeln. Etwa die Hälfte ist älter als 100 Jahre und hat Denkmalstatus. (epd)

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