Tourismus

Kirche betreut Camper an der Nordseeküste

Auf dem Programm stehen Grillabende und Klönschnack. Oft reisen die heimischen Sorgen mit in die Ferien, sagt ein Urlauber-Diakon.

Am Strand versammeln sich Urlauber zu einer Andacht

Andachte zum Strand gehöre zum Programm (Symbolbild)

Aurich/Otterndorf. Die evangelische Kirche ist in diesem Sommer wieder auf den Campingplätzen entlang der Nordseeküste und im Binnenland aktiv. Zwischen dem ostfriesischen Dornum und Ottendorf an der Elbmündung hielten die „Kirche unterwegs“ und andere kirchliche Teams auf zehn Campingplätzen für große und kleine Urlauber Angebote bereit, sagte Urlauber-Pastorin Antje Wachtmann in Aurich dem epd. Im Binnenland seien die Teams zusätzlich in Wietzendorf bei Celle, am Alfsee bei Osnabrück und am Falkensteinsee bei Ganderkesee unterwegs.

In der Regel lebten die meist ehrenamtlichen Teams mindestens 14 Tage lang in Wohnwagen auf den Campingplätzen, sagte Wachtmann. Zu den Highlights auf den Plätzen gehörten neben den Andachten und Spiel- und Bastelstunden in jedem Jahr die Gute-Nacht-Geschichten für die Kleinsten. Beliebt seien auch die Kutterandachten auf der Nordsee bei Neuharlingersiel. Diakon Volker Pikrun, der für die oldenburgische Kirche vier Plätze betreut, lädt regelmäßig die Eltern auf den Plätzen zu Grillabenden und lockerem Klönschnack ein.

Viele Urlauber hofften, in den Ferien endlich einen Abstand von den heimischen Sorgen und Problemen zu bekommen, sagte Wachtmann. „Aber diese Sorgen und Probleme reisen in den Köpfen der Menschen mit und drohen den langersehnten Urlaub zu verderben. Aber dann sind wir von der Kirche da und stehen für Gespräche zur Verfügung.“ Oft helfe es schon, in der lockeren Anonymität auf einen Campingplatz belastende Dinge einmal laut auszusprechen. (epd)

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