Düsteres Drama um einen vom Pech verfolgten und aufbrausenden Vater dreier Kinder, der sich gegen alle Vernunft an die Hoffnung auf einen Triumph als Boxer klammert.
In Zusammenarbeit mit filmdienst.de und der Katholischen Filmkommission gibt die KNA Tipps zu besonderen TV-Filmen:
Andi (Jannis Niewöhner) ist ein junger Mann Ende zwanzig, Vater von drei Kindern und ehemaliger Boxer. Als Tagelöhner lebt er in ständiger Geldnot und ist für seine Kinder nur bedingt der gute Vater, der er sein will. Da er zudem noch Schulden hat, die er zurückzahlen muss, richtet er seine ganze Hoffnung auf ein Amateur-Boxturnier.
Die Spielfilm-Debütantin Barbara Ott siedelte 2020 ihr anspruchsvolles, aber auch düsteres Drama um einen Vater, der das Richtige will, aber das Falsche tut, an durchweg lebensfeindlichen Orten an. Andi wird auch nicht zum Sympathieträger, und die Boxszenen strahlen trotz ihrer Grausamkeit auch immer so etwas wie Melancholie aus, da immer klarer wird, wie wenig die Hauptfigur für diese unnachgiebige Form der Selbstausbeutung geschaffen ist. Außerdem geht es auch stets um die Sicht der Kinder und die unmittelbaren emotionalen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen dieser Lebensumstände.