Katholische Jugend startet im Südwesten 72-Stunden-Aktion

Die katholische Kirche – nur ein Verein von Senioren? Keineswegs! Das will die katholische Jugend in Deutschland bei der 72-Stunden-Aktion beweisen. Junge Menschen packen drei Tage lang in Sozialprojekten an.

Die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) steht in den Startlöchern: Vom 18. bis 21. April engagieren sich in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland rund 15.000 junge Katholiken ehrenamtlich. Innerhalb von 72 Stunden wollen sie ein konkretes soziales, ökologisches oder integratives Projekt umsetzen. So verschönern sie beispielsweise Schulhöfe oder Gärten von Seniorenzentren, besuchen Menschen mit Behinderung oder renovieren Jugendhäuser. Bundesweit haben sich rund 2.500 Gruppen mit 100.000 Teilnehmenden angemeldet.

„Die Jugendlichen wollen mit ihrem Projekt die Welt ein bisschen besser machen. Und wenn wir in die Welt schauen, ist das ja auch dringend nötig“, sagte die BDKJ-Leiterin im Bistum Rottenburg, Nadine Maier, am Donnerstag bei der Vorstellung der Sozialaktion. Kinder und Jugendliche hätten in Zeiten der Pandemie zu oft das Gefühl politischer Ohnmacht erfahren. Insofern sei die Aktion auch ein Zeichen der Selbstermächtigung.

Die 72-Stunden-Aktion findet zum dritten Mal bundesweit statt und steht unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“. Hauptunterstützer sind das Bundesfamilienministerium, die Deutsche Bischofskonferenz sowie die katholischen Hilfsorganisationen Misereor und Bonifatiuswerk.