Corona-Krise

Katholiken sagen alle Wallfahrten im Eichsfeld für 2020 ab

Ob für Senioren oder nur für Frauen – ein Dutzend Fahrten waren für dieses Jahr geplant. Sie müssen alle ausfallen.

Motorrad-Wallfahrt im Eichsfeld – leider nur ein Archivbild

Germershausen/Kr. Göttingen. Die katholische Kirche im Eichsfeld hat wegen der Corona-Pandemie alle für dieses Jahr geplanten Wallfahrten und Prozessionen abgesagt. „Wallfahrten gehören für viele Menschen zu den Höhepunkten im Kirchenjahr. Umso bedauerlicher ist es, 2020 ganz darauf verzichten zu müssen“, sagte Erika Hilbert von der Wallfahrtsleitung in Germershausen bei Göttingen. Zuvor waren bereits die Wallfahrtseröffnung am 29. März, die Seniorenwallfahrt am 22. April sowie die Frauenwallfahrt am 3. Mai ausgefallen. Im Eichsfeld waren für 2020 zunächst ein Dutzend Wallfahrten angekündigt.

Wallfahrten sind Reisen, Fahrten oder Wanderungen, an deren Ziel eine Pilgerstätte steht. Das Eichsfeld ist eine der wenigen Regionen in Deutschland mit mehr als einem halben Dutzend solcher Wallfahrtsorte. Auf niedersächsischer Seite liegt das Untereichsfeld mit dem Zentrum Duderstadt. Das Obereichsfeld um die Städte Heiligenstadt und Worbis gehört zu Thüringen.

In der ehemaligen DDR war das Eichsfeld das größte zusammenhängende Gebiet mit einer mehrheitlich katholischen Bevölkerung. 2011 stattete der damalige Papst Benedikt XVI. während seiner Deutschland-Reise auch dem Eichsfeld einen Besuch ab und hielt einen Gottesdienst unter freiem Himmel mit rund 90.000 Menschen an der Wallfahrtskapelle St. Mariä Himmelfahrt in Etzelsbach bei Heiligenstadt. (epd)

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