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Kältebus der Berliner Stadtmission in Brand gesetzt

Ein Kältebus der Berliner Stadtmission brennt vermutlich durch Brandstiftung aus. Zwei weitere Busse sind beschädigt. Die Hilfsangebote für Obdachlose stehen nun auf der Kippe.

In Berlin-Moabit wurde ein Kältebus der Stadtmission in Brand gesetzt (Archivbild)
In Berlin-Moabit wurde ein Kältebus der Stadtmission in Brand gesetzt (Archivbild)Imago / Emmanuele Contini

Ein Kältebus der Berliner Stadtmission ist vermutlich nach Brandstiftung vollständig ausgebrannt. Wie die Berliner Polizei mitteilte, habe ein Zeuge gegen 3.15 Uhr eine bislang unbekannte Person an den in der Seydlitzstraße in Berlin-Moabit geparkten Kältebussen bemerkt. Kurz darauf sei eines der Fahrzeuge in Flammen aufgegangen.

Der Zeuge habe umgehend die Feuerwehr alarmiert, die den Brand löschte. Der Kleinbus sei im vorderen Bereich beinahe vollständig ausgebrannt. Ein weiterer daneben parkenden Kältebus wurde demnach ebenfalls durch das Feuer beschädigt. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Berliner Kältebusse erreichen über 2.000 Hilfsbedürftige

Die insgesamt drei Kältebusse der Berliner Stadtmission versorgen im Winterhalbjahr obdachlose Menschen, die auf der Straße leben, mit Schlafsäcken, heißem Tee oder Suppe und bringen sie auf Wunsch auch in Notunterkünfte. Im vergangenen Winter wurden so 2.100 Menschen ohne Obdach versorgt. Die Busse werden komplett aus Spenden finanziert.

Laut Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi sind die beiden betroffenen Busse aktuell nicht mehr einsetzbar. „Das ist bei den aktuellen Temperaturen dramatisch und lebensgefährlich für viele Menschen, die heute Nacht bei Minusgraden auf der Straße sind“, sagte Ceconi.

Berliner Stadtmission erhält dringend benötigten Ersatzbus

Dankenswerterweise habe der gemeinnützige Träger Gebewo als Ersatz der Berliner Stadtmission kurzfristig einen VW-Bus mit Rollstuhlrampe zur Verfügung gestellt. Dringend gebraucht würden jetzt Geldspenden, um einen neuen Bus zu kaufen und den zweiten Kältebus so schnell wie möglich zu wieder fahrtauglich zu machen.