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Jura-Studenten müssen sich mit NS-Unrecht befassen

Die fünf juristischen Fakultäten in Baden-Württemberg setzen die gesetzliche Pflicht zur Auseinandersetzung mit dem Unrecht aus der NS-Zeit und der SED-Diktatur um – allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten. In Tübingen gibt es eine Filmvorführung zum Nürnberger Juristenprozess, wie das Justizministerium in einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion mitteilte. Die Universität Freiburg veranstaltet eine Ringvorlesung und thematisiert studentische Initiativen. In Konstanz wird in einer Vortragsreihe das „Unrecht der Diktaturen“ behandelt.

Seit 2022 verpflichtet das Deutsche Richtergesetz die Universitäten, die Themen in den Pflichtfächern zu behandeln. Ein landesweit einheitliches Vorgehen gibt es dabei nicht. Die Inhalte werden laut Ministerium meist in bestehende Vorlesungen wie Staatsrecht, Zivilrecht oder Rechtsgeschichte integriert. (0270/30.01.2026)