Die Präsidentin des Goethe-Instituts, Gesche Joost, hat die Bedeutung der mehr als 150 Einrichtungen weltweit für den Wirtschaftsstandort Deutschland betont. „Wir bauen Brücken zwischen dem Ausland und Deutschland“, erklärte Joost am Dienstag in Berlin.
Mit Deutschkursen, Prüfungen und kultursensibler Vorbereitung schafften die Goethe-Institute in Zusammenarbeit mit Partnern eine verlässliche Infrastruktur für Menschen, die in Deutschland studieren, arbeiten oder eine Ausbildung beginnen wollen. „Es ist wichtig, dass Zuwandernde gut vorbereitet sind, um erfolgreich in Deutschland anzukommen und langfristig zu bleiben“, sagte Joost.
Die Fachkräfteeinwanderung sei „elementar“ für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik sei deshalb „elementarer Bestandteil der Außenpolitik“.
Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik. Aktuell gibt es 154 Institute in 100 Ländern. Neueröffnungen gab es zuletzt in Houston (Texas, USA) und in Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau. Weitere Außenstellen sind derzeit in St. Louis (Missouri, USA) und Lublin (Polen) geplant.
15,5 Millionen Menschen weltweit lernen den Angaben zufolge aktuell Deutsch als Fremdsprache. 2024 wurden 1,1 Millionen Deutschprüfungen an Prüfungszentren des Goethe-Instituts abgelegt. 1952 wurde das erste Auslandsinstitut in Athen eröffnet.