Die Hälfte der Menschen in Deutschland hat offenbar bereits online zum Thema Depressionen recherchiert: Das zeigt eine Studie der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention. Bei erkrankten Personen gaben dies 78 Prozent an. 17 Prozent wurden durch Social Media motiviert, sich professionelle Hilfe zu suchen; 9 Prozent kamen dort nach eigenen Worten auf die Idee, dass sie betroffen sein könnten.
Depression in sozialen Medien: 40 Prozent finden relevante Beiträge
Insgesamt gibt ein knappes Viertel aller Befragten an, bereits schon einmal depressiv erkrankt gewesen zu sein (24 Prozent). 40 Prozent erklären, in jüngster Zeit einen Post zum Thema auf den Sozialen Plattformen gesehen zu haben. Allerdings können knapp zwei Drittel die Vertrauenswürdigkeit der dortigen Informationen schwer einschätzen (65 Prozent), wie es weiter hieß. Ebenso viele können kommerzielle Interessen schwer erkennen.
Online-Hilfe bei Depression: Chancen und Risiken der KI-Nutzung
Von einer dramatischen Entwicklung sprach der Stiftungsvorstand Ulrich Hegerl im Hinblick auf junge Menschen. Drei Viertel der 16- bis 17-Jährigen (76 Prozent) informieren sich laut Befragung bei Suchmaschinen über psychische Gesundheit, direkt darauf folgen jedoch Chatbots wie ChatGPT, die mit Künstlicher Intelligenz arbeiten (46 Prozent). Menschen hätten bei diesen Programmen das unzutreffende Gefühl, in einen echten Austausch zu treten, mahnte Hegerl. In den kommenden Jahren müsse man darauf achten, “dass die Vorteile die Nachteile überwiegen”. – Befragt wurden laut Angaben 5.196 Personen zwischen 18 und 69 Jahren, zusätzlich 103 Personen zwischen 16 und 17 Jahren.
