Das Ruhrgebiet ist laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln die lebenswerteste Metropolregion in Deutschland. Im Vergleich mit Regionen wie München, Hamburg oder Berlin punktete das Revier vor allem mit kurzen Wegen, günstigem Wohnraum sowie seinem breiten Kultur- und Freizeitangebot, wie der IW Köln und der Regionalverband Ruhr (RVR) in Essen am Donnerstag mitteilten. Insgesamt hatten die Studienautoren im Auftrag des RVR zwölf deutsche Metropolregionen anhand von 23 Indikatoren in den Bereichen Familie, Wohnraum, Ausgehen, Kultur und Gesellschaft, Sport und Freizeit sowie Verkehr und Versorgung untersucht.
Die Stärke des Ruhrgebiets liege in seiner polyzentrischen Struktur, mit vielen dicht beieinander liegenden Stadtzentren, hieß es. Das nächste Krankenhaus, die nächste Autobahnauffahrt oder die nächste ÖPNV-Haltestelle seien extrem schnell erreichbar. In monozentrischen Metropolregionen wie München oder Hamburg seien die Wege zu Krankenhäusern und Ärzten, Museen, Kitas oder Schulen für die Bewohner des Umlands dagegen oft sehr weit, die hohen Immobilienpreise der Kernstadt strahlten zugleich aber bis in die Region aus.
Darüber hinaus verfüge das Ruhrgebiet über die höchste Dichte an Events, Museen und Sportvereinen, Sport-, Freizeit- und Erholungsflächen aller Metropolregionen, heißt es in der Studie weiter. „Im Ruhrgebiet gibt es alles, was einen Standort lebenswert macht: erschwinglichen Wohnraum, gute Anbindungen sowie ein großes Freizeit- und Kulturangebot“, erklärte RVR-Regionaldirektor Garrelt Duin. „Das macht die Region für Familien, Fachkräfte, Studierende und Unternehmen zum idealen Lebensmittelpunkt.“