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“Ist das Leben nicht schön?” – Weihnachts-Klassiker von 1946

In Zusammenarbeit mit filmdienst.de und der Katholischen Filmkommission gibt die KNA Tipps zu besonderen TV-Filmen:

Was wäre Weihnachten ohne “Ist das Leben nicht schön?”. Der Klassiker schlechthin erscheint natürlich auch in diesem Jahr im deutschen Festtags-Fernsehprogramm!

Ausgerechnet an Heiligabend steht George Bailey (James Stewart) vor den Trümmern seines Lebens: Seiner Kleinstadt-Bank fehlt eine entscheidende Summe Geld, etliche Kunden könnten dadurch ihr Erspartes verlieren, er selbst könnte im Gefängnis landen. Völlig verzweifelt will sich George umbringen, doch dann wird ein himmlischer Helfer (Henry Travers) losgesandt, um ihn zu retten.

Zuvor aber erhält der Engel Einblick in das Leben seines Schützlings und die Bedeutung von allem, was dieser in seiner und für seine Heimatstadt getan hat. Der hilfreiche Geist führt George daraufhin durch sein zurückliegendes Leben und zeigt ihm, wie viel Gutes er unwissentlich seinen Mitmenschen getan hat.

Die meisterliche Tragikomödie von Frank Capra von 1946 enthält einige der düstersten und bittersten Szenen, die der Regisseur je gefilmt hat. Erst vor diesem Hintergrund entfalten dann die hoffungsvoll-wohlfühligen Aspekte des Films, die Fantasie, der liebenswürdige Glaube an die Humanität und der nostalgische Blick auf die archetypische (Film-)Kleinstadt ihre Wirkung.

Seine Hymne auf Nachbarschaftsgeist und Kleinstadtvertraulichkeit versucht nicht zuletzt auch einen Gegenentwurf zur gesellschaftlich-politischen Katerstimmung im Amerika der ersten Nachkriegsjahre. Immer wieder sehenswert und – einfach schön!

Das sieht auch Papst Leo XIV. genau so: Vor einem Treffen mit Filmstars wie Cate Blanchett, Monica Bellucci und Spike Lee im November im Vatikan ließ er mitteilen, dass “Ist das Leben nicht schön” zu seinen absoluten Lieblingsfilmen gehört – zusammen mit “Das Leben ist schön” von Roberto Benigni von 1997, “The Sound of Music” von Robert Wise aus dem Jahr 1965 und dem Regiedebüt des Schauspielers Robert Redford von 1980 “Eine ganz normale Familie”.