Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat den verstorbenen Holocaust-Überlebenden Salomon „Sally“ Perel gewürdigt, der als „Hitlerjunge Salomon“ international bekannt geworden ist. „Wir alle sind ihm unendlich dankbar dafür, dass er von dieser Zeit berichtet, geschrieben und immer wieder den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen gesucht hat“, sagte Weil in Hannover. Perel ist am Donnerstag im Alter von 97 Jahren im Kreis seiner Familie in Israel gestorben.
Salomon Perel, der 1925 im niedersächsischen Peine in Niedersachsen als Sohn eines Rabbiners geboren wurde, lebte zuletzt in Kiryat Tivon bei Haifa. 1990 war seine Autobiografie „Ich war der Hitlerjunge Salomon“ erschienen, die auch verfilmt wurde. Darin erzählt er, wie es ihm gelang, in Deutschland seine jüdische Identität zu verbergen und als Mitglied der Hitlerjugend den Holocaust zu überleben.