Grambow ist bienenfreundlichste Region im MV

Hier leben zufriedene Bienen

Grambow ist zur "bienenfreundlichsten Gemeinde" 2019 gekürt worden. Landwirtschaftsminister Till Backhaus zeichnete den Gewinner aus und zwei weitere Gemeinden in MV.

Auf 7.824 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche blüht in MV das zusätzliche Nahrungsangebot für Insekten.

Schwerin/Wismar/Grambow. Grambow bei Schwerin ist auf dem 2. Norddeutschen Honigmarkt in Wismar zur bienenfreundlichsten Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommerns gekürt worden. Platz 2 teilen sich die Gemeinden Benitz und Göhren-Lebbin. Alle drei Preisträger seien „fast ebenbürtig“ gewesen, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Grambow habe gesiegt, weil sich die gesamte Gemeinde mit allen Gremien und Einrichtungen für die Bienenfreundlichkeit einsetze und das Thema vor Ort überall sichtbar sei, so der Minister.

Hohe Umweltstandards im MV

In der Landwirtschaft hätten der Ökolandbau, die Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen sowie der Erhalt des Dauergrünlands einen besonderen Stellenwert, sagte Backhaus. In MV werde jeder vierte Hektar Ackerland freiwillig nach erhöhten Umweltstandards bewirtschaftet. 2019 blühte auf 7.824 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche das zusätzliche Nahrungsangebot für Insekten.
Jeder einzelne könne bereits mit kleinen Maßnahmen zum Wohl der Honigbiene und der wildlebenden Insekten insgesamt beitragen, so Backhaus weiter. Dazu gehörten das Aufstellen von Insektenhotels, die Anlage von blütenreichen Wiesen und Beeten oder der reduzierte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Vorrangig Anbau von Rapshonig in MV

In MV werden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums derzeit rund 27.000 Bienenvölker von etwa 2.800 Imkern gehalten. Jährlich werden zudem etwa 650 Tonnen Honig erzeugt. Bezogen auf den jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 1,1 Kilogramm errechnet sich damit ein Selbstversorgungsgrad von 37 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liege bei 30 Prozent. Dabei dominiere in der Menge der Rapshonig. Die Imkerei in MV wird insgesamt mit jährlich knapp 400.000 Euro bezuschusst. (epd)

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