Evangelische Kirchengemeinden in Sachsen-Anhalt erwarten Heiligabend rund 250.000 Besucher bei etwa 2.000 Krippenspielen und Christvespern. In einigen Orten werde auch das Friedenslicht von Bethlehem weitergegeben, teilten die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und die Evangelische Landeskirche Anhalts am Freitag in Magdeburg und Dessau-Roßlau mit. Traditionell werden in den Heiligabend-Gottesdiensten Spenden für die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“ gesammelt.
Bereits am 23. Dezember ist Landesbischof Friedrich Kramer beim traditionellen Weihnachtssingen mit über 26.000 Menschen in der Magdeburger Fußballarena und liest einen Teil der Weihnachtsgeschichte.
Zu einem Open-Air Krippenspiel mit Kindergottesdienst lädt die Magdeburger Christusgemeinde am 24. Dezember um 15 Uhr ein. In der Stadtkirche Wittenberg findet zur gleichen Zeit eine Christvesper mit einem Weihnachtsmusical statt. Eine Weihnachtsandacht für Menschen in Trauer und für alle, die einen Abschied verarbeiten oder Heiligabend eher ruhig verbringen möchten, gibt es um 16 Uhr in der Theobaldikapelle Wernigerode.
Festlich wird es hingegen um 22 Uhr zur Christnacht mit der ersten Kantate aus Bachs Weihnachtsoratorium in der Kirche St. Wenzel in Naumburg mit dem Sächsischen Barockorchester.
Am Weihnachtsfest wird das Fest der Geburt Jesu Christi gefeiert. Der genaue Termin wird nicht in der Bibel erwähnt. Seit dem 4. Jahrhundert wird das Fest in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember begangen. In orthodoxen Kirchen wird das Christfest hingegen am 6. Januar gefeiert.