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Griechenland lockt Steuer-Migranten, Rentner und Reiche

300 Sonnentage im Jahr, niedrige Lebenshaltungskosten, Gastfreundschaft und attraktive Steuervorteile: Mit diesen Versprechen will Griechenlands Finanzminister Ausländer bewegen, ihren Steuerwohnsitz dorthin zu verlegen.

Nicht jede Migration wird als Problem gesehen. Mit großzügigen Vergütungen wolle Griechenland Ausländer bewegen, ihren Steuerwohnsitz an die Ägäis zu verlegen; der konservative Finanzminister Kostis Chatzidakis werbe mit 300 Sonnentagen pro Jahr, niedrigen Lebenserhaltungskosten, gastfreundlichen Menschen und attraktiven Steuervorteilen, berichtete am Sonntag die “Griechenland-Zeitung” (online).

Tausende ließen sich demnach bereits überzeugen. Bei den griechischen Steuerbehörden häuften sich die Anträge, hieß es. Die Regierung in Athen erhoffe sich von der Strategie eine Stärkung der Wirtschaft. Besonders werbe sie derzeit um wohlhabende Investoren, griechische Rückkehrer und ausländische Rentner.

Bislang sind bei der Steuerbehörde AADE in Athen laut Bericht rund 8.000 Anträge eingegangen, 750 allein im ersten Halbjahr 2025. Allerdings warnte ein Experte vor zu großer Sorglosigkeit: Der deutsche Fiskus lasse Steuerzahler nicht ohne Weiteres ziehen. Voraussetzung sei, dass man mindestens 183 Tage im Jahr tatsächlich in Griechenland verbringt. Das werde in Deutschland streng überprüft.