Gospelkirchentag endet mit Plädoyer für mehr Zuversicht

Es war ein Fest: Tausende Menschen haben in Hannover drei Tage lang die Gospelmusik gefeiert. Zum Abschluss fordern zwei Prediger mehr Optimismus – trotz allem.

Eroeffnungsfeier des Gospelkirchentags am Freitag (16.09.2022) auf der Hauptbuehne am Opernplatz in Hannover. Bis einschliesslich Sonntag erwarten die Veranstalter unter dem Motto „Lift me up“ rund 3.000 Saengerinnen und Saenger aus 15 Laendern in der niedersaechsichen Landeshauptstadt. Schauplaetze sind den Angaben zufolge mehr als 30 Kirchen, Buehnen und Plaetzen in der Innenstadt. Geboten werden rund 100 Stunden musikalischer Darbietungen sowie 40 Workshops fuer die aktiven Teilnehmenden. Am Samstag bespielen fast 30 Choere und Ensembles zwischen 11 und 22 Uhr mehrere Buehnen in Hannovers Innenstadt. (Siehe epd-Meldung vom 16.09.2022)
Eroeffnungsfeier des Gospelkirchentags am Freitag (16.09.2022) auf der Hauptbuehne am Opernplatz in Hannover. Bis einschliesslich Sonntag erwarten die Veranstalter unter dem Motto „Lift me up“ rund 3.000 Saengerinnen und Saenger aus 15 Laendern in der niedersaechsichen Landeshauptstadt. Schauplaetze sind den Angaben zufolge mehr als 30 Kirchen, Buehnen und Plaetzen in der Innenstadt. Geboten werden rund 100 Stunden musikalischer Darbietungen sowie 40 Workshops fuer die aktiven Teilnehmenden. Am Samstag bespielen fast 30 Choere und Ensembles zwischen 11 und 22 Uhr mehrere Buehnen in Hannovers Innenstadt. (Siehe epd-Meldung vom 16.09.2022)epd

Hannover. Mit einem Gottesdienst ist der Internationale Gospelkirchentag in Hannover zu Ende gegangen. Nach drei Tagen und mehr als 100 Stunden Live-Musik im gesamten Stadtgebiet kamen rund 3.000 Mitwirkende und Gospel-Fans in der Swiss Life Hall zusammen, um das Festival mit Gesang und Gebet ausklingen zu lassen.

In einer Dialogpredigt entfalteten der hannoversche Landesbischof Ralf Meister und Oberkirchenrätin Julia Helmke ausgehend von „Murphys Gesetz“ ein Plädoyer für Hoffnung und Zuversicht. Die populäre Lebensweisheit des US-amerikanischen Ingenieurs Edward A. Murphy besagt, dass alles, was schiefgehen kann, auch schiefgehen wird. Diese Einstellung führe in eine Falle, betonte Meister. Pessimismus vergifte und vernebele den Blick. Die einstige Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages Helmke ergänzte, dass enttäuschte Erwartungen und Erfahrungen des Scheiterns oftmals einen neuen und freieren Blick auf die Welt eröffneten.

Schon zweimal verschoben

Der 10. Internationale Gospelkirchentag war am Freitagabend auf dem hannoverschen Opernplatz unter anderem von Meister und der EKD-Ratsvorsitzenden, Annette Kurschus, eröffnet worden. Zu erleben waren Konzerte von rund 100 Chören aus 14 Nationen auf mehreren Bühnen und in 16 Kirchen. Höhepunkte des Festivals waren unter anderem Auftritte von Stars der Szene wie Judy Bailey und Laith Al-Deen sowie zwei „Mass Choir“-Veranstaltungen, die Tausenden Sängerinnen und Sängern Gelegenheit boten, gemeinsam zu proben und zu singen.

Der Gospelkirchentag fand erstmals 2008 in Hannover statt. Die mittlerweile zehnte Auflage sollte ursprünglich bereits 2020 in Hannover starten, war aber wegen der Pandemie zweimal verschoben worden. Die Landeskirche Hannovers organisiert das Festival in diesem Jahr unter anderem mit der Stiftung Creative Kirche, der Stadt Hannover und der EKD. (epd)