Artikel teilen:

Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus

Am Holocaust-Gedenktag am 27. Januar wird in den brandenburgischen Gedenkstätten an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. In der Gedenkstätte Sachsenhausen wird nach Landtagsangaben auch Parlamentspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) erwartet. In der Gedenkstätte Ravensbrück werde zu einer Lesung zur Mordaktion „14 f 13“ eingeladen, an der sich Interessierte beteiligen können, teilte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten am Dienstag in Oranienburg mit. Danach ist eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal am Ufer des Schwedtsees geplant.

1941 entschied die SS-Führung den Angaben zufolge, die als „Euthanasie“ bezeichneten Krankenmorde auf KZ-Häftlinge auszuweiten. Diese erste zentral geplante Mordaktion an KZ-Häftlingen erhielt nach ihrem Aktenzeichen den Tarnnamen „14 f 13“. Um die Jahreswende von 1941 und 1942 wurden im KZ Ravensbrück etwa 1.600 Frauen und 300 Männer zur Ermordung selektiert.

Neben Kranken und Arbeitsunfähigen wurden dabei auch jüdische Häftlinge, einige politisch Missliebige und als „asozial“ Stigmatisierte ausgesondert. Sie wurden zwischen Februar und April 1942 in die „Euthanasie“-Anstalt Bernburg in Sachsen-Anhalt transportiert und dort mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet.

In Brandenburg an der Havel wird mit einer Gedenkveranstaltung, einer Ausstellungseröffnung und einer Lesung an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Im Mittelpunkt stünden dabei die Opfer des frühen Konzentrationslagers Brandenburg, das sich von August 1933 bis Ende Januar 1934 im ehemaligen Zuchthaus am Nicolaiplatz befand.