Mit mehreren Veranstaltungen wird am Dienstag in Sachsen-Anhalt an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die zentrale Gedenkstunde von Landesregierung und Landtag startet um 11 Uhr im Plenarsaal in Magdeburg. Im Mittelpunkt des diesjährigen Gedenkens stehen Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, sagte eine Landtagssprecherin. Die Gedenkrede hält die Historikerin und Publizistin Frauke Geyken.
Weitere Gedenkveranstaltungen sind unter anderem am Mahnmal des KZ-Außenlagers „Magda“ in Magdeburg-Rothensee, an der ehemaligen Synagoge in Halle (Saale) sowie an der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe (Altmarkkreis Salzwedel) geplant. Im Museum Synagoge Gröbzig (Kreis Anhalt-Bitterfeld) wird gemeinsam mit Nachfahren der ehemaligen jüdischen Gemeinde an die Opfer der NS-Zeit gedacht.
Der Tag der Befreiung des NS-Konzentrationslagers Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee, der 27. Januar, wird seit 1996 als nationaler Holocaust-Gedenktag begangen. Erinnert wird an die von den Nazis ermordeten Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Angehörigen der Zeugen Jehovas, Menschen mit Behinderungen, Homosexuellen und politischen Gegner.