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Gedenken an Frauen und Mädchen im Widerstand

Landesregierung und Landtagsabgeordnete von Sachsen-Anhalt haben am Dienstag an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. „Wir wollen dieses Jahr den Blick besonders auf die Frauen und Mädchen im Widerstand gegen das NS-Regime richten“, sagte Landtagspräsident Gunnar Schellenberger (CDU) beim zentralen Gedenken im Landtag in Magdeburg: „Es ist ein Tag, Haltung zu zeigen.“

Am Morgen war unter anderem am Mahnmal des KZ-Außenlagers „Magda“ in Magdeburg-Rothensee sowie an der ehemaligen Synagoge in Halle (Saale) der NS-Opfer gedacht worden. Am Nachmittag war im Museum Synagoge Gröbzig (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) ein gemeinsames Erinnern mit Nachfahren der ehemaligen jüdischen Gemeinde geplant.

Der Tag der Befreiung des NS-Konzentrationslagers Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee am 27. Januar 1945 wird seit 1996 als nationaler Holocaust-Gedenktag begangen. Erinnert wird an die von den Nazis ermordeten Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Angehörigen der Zeugen Jehovas, Menschen mit Behinderungen, Homosexuellen und politischen Gegner. Seit 2005 ist der 27. Januar auch internationaler Holocaust-Gedenktag.