Mit einem digitalen Gedenkbuch „Gegen das Vergessen“ erinnert die Diakonie München und Oberbayern an die NS-Verfolgten des Zentralwanderhofs Herzogsägmühle. Zwischen 1936 und 1945 seien in dieser Einrichtung unzählige Menschen im Rahmen der „NS-Gesundheitspolitik“ ihrer Freiheit beraubt und zur Zwangsarbeit verpflichtet worden, teilte die Diakonie in einer Pressemitteilung vom Freitag mit.
Das Gedenkbuch nehme als Teil des Herzogsägmühler Bildungsprojekts „Verachtet, Verfolgt, Vergessen. Die Opfer der NS-Gesundheitspolitik“ die „Verfolgung und Stigmatisierung jener Menschen in den Blick, die die Nationalsozialisten als ‚erbbiologisch und sozial Minderwertige‘ diffamierten“, hieß es weiter. Entstanden ist es den Angaben zufolge in Zusammenarbeit mit erinnerungskulturellen Initiativen, Hochschulen und Nachkommen von Verfolgten. (0298/30.01.2026)