Die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Brandenburg (AGFS) fordert, aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität auch die nichtstaatlichen Schulen zu bedenken. In Brandenburg lernten mit rund 35.000 etwa elf Prozent der Schülerinnen und Schüler an Schulen in freier Trägerschaft, ein erheblicher Anteil, der in der Förderpolitik nicht unbeachtet bleiben dürfe, erklärte die AGFS am Wochenende in Potsdam.
In einem Schreiben an die Landkreise und kreisfreien Städte fordert der Dachverband, dass diese Schulen wie die staatlichen Schulen bei der Mittelvergabe berücksichtigt werden, insbesondere bei der energetischen Sanierung und der Förderung klimaneutraler Gebäude. Ein positives Beispiel für eine gleichberechtigte Berücksichtigung habe der Digitalpakt 1.0 geliefert. Hier seien auch die freien märkischen Schulen erfolgreich in die Förderstrategie integriert worden.
Der Vorsitzende der AGFS, Holger Köthe, bezeichnete die Schulen in freier Trägerschaft als eine unverzichtbare Säule in der Brandenburger Bildungslandschaft. Sie trügen maßgeblich zur Vielfalt und Qualität des Schulangebots in Brandenburg bei. „Es ist daher nur gerecht, dass auch sie bei den Förderprogrammen des Bundes, insbesondere im Hinblick auf Investitionen in Infrastruktur und Klimaneutralität, angemessen berücksichtigt werden“, sagte Köthe.
Aktuell gibt es in Brandenburg laut Bildungsministerium 952 Schulen mit rund 320.000 Schülerinnen und Schülern. Davon sind 750 in staatlicher und 202 in freier Trägerschaft. Dort lernen insgesamt etwa 35.000 Schülerinnen und Schüler.