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Frankfurt legt Übergangsquartier für Städtische Bühnen fest

Die Stadt Frankfurt am Main hat das Übergangsquartier für die Städtischen Bühnen am Donnerstag vorgestellt. Das ehemalige Archiv- und Lagerzentrum der früheren Dresdner Bank im Gutleutviertel soll Oper und Schauspiel vorübergehend aufnehmen, wenn das bisherige Theater-Doppelhaus am Willy-Brandt-Platz zugunsten von Neubauten abgerissen wird. Die zwei leerstehenden Lagerhallen und ein Kopfbau mit einer Fläche von insgesamt 15.400 Quadratmetern hätten nach dem Willen des vorigen Eigentümers abgerissen werden sollen. Die Stadt hatte die Liegenschaft aber Anfang 2025 erworben.

Die Gebäude waren nach Angaben der Stadt vom Architekturbüro Professor Walter Henn 1985 geplant worden. Die Decken seien bis zu 16 Metern hoch. Die Hallen seien inzwischen entrümpelt und wieder begehbar. „Mit dem Erwerb dieser Liegenschaft ist es uns gelungen, einen weiteren zentralen Baustein für das Multiprojekt Neubau der Städtischen Bühnen zu sichern“, sagte die Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). Der Ort werde schon kurzfristig ab März der Öffentlichkeit im Rahmen der World Design Capital 2026 zugänglich gemacht. In einer der Hallen werde eine „immersive Video-Show“ über die Geschichte Frankfurts gezeigt.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte im Dezember 2024 final beschlossen, das neue Schauspielhaus im Bankenviertel zu bauen. Das Gebäude soll einige Hundert Meter entfernt vom bisherigen Standort auf einem Grundstück der Hessischen Landesbank und der Sparkasse in Pacht für ein Erbbaurecht errichtet werden. Die Oper soll am bisherigen Ort der Städtischen Bühnen neu errichtet werden. Die Kosten für den Bau beider Bühnen werden auf mehr als eine Milliarde Euro geschätzt. Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung hatte im Januar 2020 mit großer Mehrheit einen Abriss der maroden Theater-Doppelanlage beschlossen.