Flüchtlingshilfe warnt vor Folgen der Inflation für Hilfseinsätze

Die Inflation hat auch Folgen für Hilfsorganisationen. Sie brauchen mehr Geld, um das Niveau zu halten – ein Dilemma.

Hilfsorganisationen brauchen mehr Geld, um weiter wie bisher helfen zu können, wie hier in einem Flüchtlingslager in Jordanien
Hilfsorganisationen brauchen mehr Geld, um weiter wie bisher helfen zu können, wie hier in einem Flüchtlingslager in JordanienIMAGO/TT

Die UNO-Flüchtlingshilfe in Deutschland sieht Hilfseinsätze durch Inflation, Energiekrise und Kostensteigerungen bedroht. Um das derzeitige Niveau der Hilfe durch das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) aufrechtzuerhalten, sei wesentlich mehr Geld nötig, erklärte der Nationale Direktor der Organisation, Peter Ruhenstroth-Bauer, in einem Gastbeitrag in der Berliner Zeitung.

„Mit den derzeitigen finanziellen Mitteln müssten Schutz- und Hilfsleistungen bei den wichtigsten Operationen drastisch gekürzt werden“, sagte der Vorsitzende der UNO-Flüchtlingshilfe, ein Partnerverein des UNHCR in Deutschland. Das hätte „fatale Folgen“: So hätten zwölf Prozent weniger Flüchtlingskinder Zugang zu Schulbildung, und ein Viertel weniger Vertriebene erhielten ausreichend Unterkünfte. Insbesondere die infolge des Ukraine-Krieges steigenden Lebensmittel- und Rohstoffpreise verschärften die Nahrungsmittelknappheit in vielen Ländern.