Film Festival Cologne zeichnet Regiedebüt von Katharina Huber aus

Das Film Festival Cologne hat zum Abschluss seine diesjährigen Gewinner ausgezeichnet. Im NRW-Wettbewerb erhielt Katharina Huber für ihr Regiedebüt „Ein schöner Ort“ den mit 20.000 Euro dotierten Filmpreis NRW, wie die Veranstalter am Freitag in Köln mitteilten. Elf fiktionale und zwei dokumentarische Produktionen, die in NRW gedreht, von nordrhein-westfälischen Produzenten realisiert oder von NRW-Regisseuren inszeniert wurden, waren in dem Wettbewerb zu sehen. Der Preis und weitere Auszeichnungen wurden am Donnerstagabend in Köln übergeben.

NRW-Medienminister Nathanael Liminski (CDU) würdigte die Gewinnerin des NRW-Wettbewerbs: „Erst vor Kurzem wurde Katharina Huber, Absolventin der Kölner Kunsthochschule für Medien, in Locarno mit dem Nachwuchspreis für die beste Regie ausgezeichnet – und jetzt ist sie Gewinnerin des Filmpreises NRW.“ Ihr Debüt sei „ein herausragendes Beispiel für die gestalterische Schaffenskraft junger Filmemacherinnen und Filmemacher in unserem Land“. Die im Rahmen des Wettbewerbs gezeigten Filme seien „ein Aushängeschild für die Film- und Medienlandschaft in Nordrhein-Westfalen“, betonte der Minister.

Den Filmpreis Köln erhielt die französische Regisseurin Justine Triet. Ihr bereits mit der Goldenen Palme von Cannes geehrtes Drama „Anatomie eines Falls“ wurde auf dem Festival in der Reihe „Best of Cinema Fiction“ präsentiert. Der Preis ist von der Stadt Köln und der Filmstiftung NRW gestiftet und mit 25.000 Euro dotiert.

Den International Actors Award bekam Oliver Masucci, der zuletzt unter anderem in den Produktionen „Herrhausen – Herr des Geldes“ und „Enfant Terrible“ zu sehen war. Xavier Dolan wurde für seine Serie „The Night Logan woke up“ mit dem Hollywood Reporter Award gewürdigt. Der Phoenix-Preis ging an die tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania („Four Daughters“). Die Preise sind jeweils mit 10.000 Euro dotiert.

Das Film Festival Cologne hatte vom 19. bis 26. Oktober herausragende Spielfilme, Dokumentarfilme und Serien, die gesellschaftliche Trends aufgreifen und teilweise in NRW produziert wurden, sowie Highlights des internationalen Arthouse-Kinos gezeigt. Das Festival fand zum 33. Mal statt. Gleich sechs in Köln präsentierte Filme werden auch als Oscar-Kandidaten ihrer Länder 2024 ins Rennen um den renommierten Filmpreis gehen.