Experten tagen zur Geschichte der Rostocker Reformation

Welche Impulse gingen von der Reformation in Rostock aus? Darüber diskutiert die Tagung.

Luther-Büste Foto: Jens-Ulrich Koch / epd
Luther-Büste Foto: Jens-Ulrich Koch / epd

Rostock. Unter dem Titel "Wo das Wort wirkt" findet vom 29. September bis 1. Oktober in Rostock eine internationale Tagung zur Rostocker Reformationsgeschichte statt. Auf dem Kongress werden die zahlreichen Verflechtungen zwischen dem Reformationsgeschehen in Rostock und unterschiedlichen Akteuren im gesamten Ostseeraum in den Blick genommen, teilt die Hochschule mit. Durch die Untersuchung der religiösen, politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Hansestadt und anderen Orten soll die Bedeutung der Rostocker Reformation erhellt werden.
Rostock sei nicht nur als das geistige Zentrum der Reformation für ganz Mecklenburg anzusehen, sondern wurde schon in den 1520er Jahren "zu einem außerordentlichen Multiplikator des reformatorischen Gedankenguts". Vor allem das dem Reformator Joachim Slüter (um 1490-1532) zugeschriebene Gesangbuch wurde zu einem regelrechten Bestseller über die Grenzen Mecklenburgs hinaus.
Ebenfalls in diese Frühzeit der Reformation fällt die Tätigkeit verschiedener wichtiger Drucker in Rostock, die die Schriften Slüters und anderer Reformatoren auch im gesamten Ostseeraum verbreiteten. Später sorgten sie auch für die Verbreitung der Schriften von Rostocker Gelehrten.