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Europäische Rabbiner: Antisemitismus ist größte Herausforderung

Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gazakrieg schnellten Zahlen antisemitischer Vorfälle in Europa in die Höhe. Man müsse an die Wurzeln, sagt Oberrabbiner Goldschmidt.

Die Europäische Rabbinerkonferenz (CER) ruft zu einer engeren Beziehung zwischen Israel und den jüdischen Gemeinden außerhalb Israels auf. “Die größte Herausforderung jüdischer Gemeinden in Europa ist aber der Antisemitismus, der seit dem 7. Oktober sehr stark geworden ist”, sagte CER-Präsident Pinchas Goldschmidt in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Zwar leisteten zahlreiche Regierungen viel für die Sicherheit der Gemeinden, aber man müsse die Wurzeln antisemitischer Angriffe anpacken. Goldschmidt ergänzte: “Es gibt Antisemitismus, der von Staaten außerhalb Europas organisiert ist, um Europa zu schwächen, zum Beispiel aus dem Iran.” Schon lange verlange man, dass die iranischen Revolutionsgarden in der Europäischen Union als Terrororganisation geführt werden müssten.

Was die Lage im Iran nach den jüngsten Massenprotesten angeht, sagte Goldschmidt: “Wir rufen die europäischen Länder auf, das iranische Volk zu unterstützen und alles dafür zu tun, dass dieses schreckliche Regime wechselt. Wir beten für die große Mehrheit der iranischen Bürger, dass sie in Freiheit leben können.” Der Oberrabbiner gab zu bedenken: “Ein Regime bricht zusammen, wenn Sicherheitskräfte nicht mehr bereit sind, ihre eigenen Bürger zu töten. Man hört, dass ein Teil dieser Sicherheitskräfte begonnen hat, sich vom Abschlachten friedlicher Bürger zu distanzieren.”