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Eisvergüngen in SH: Rettungskräfte mahnen zur Vorsicht

Trotz der anhaltenden frostigen Temperaturen in Schleswig-Holstein warnen Rettungskräfte vor dem Betreten von zugefrorenen Seen und Gewässern. Eisflächen dürften erst betreten werden, wenn sie offiziell durch die Kommunen freigegeben wurden, sagte Ken Blöcker vom Landesverband der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Eckernförde dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Nachfrage. Das werde meist über die Medien kommuniziert, Schilder an den entsprechenden Orten gebe es in der Regel keine.

Das Eis müsse mindestens 15 Zentimeter dick sein, damit man darauf laufen könne. Der Deutsche Wetterdienst rechnet bis zum Wochenende mit durchgehenden Minusgraden, am Freitag kann es erneut zu erheblichem Schneefall kommen. „Wir gehen aber nicht davon aus, dass das Eis bis zum nächsten Wochenende eine ausreichende Dicke aufweisen wird“, erklärte Blöcker. Dafür seien mehrere Wochen mit durchgängigen Minusgraden erforderlich.

Eltern müssten ihre Kinder ausdrücklich über die Gefahren von Eisflächen aufklären, rät die DLRG auch auf ihrer Internetseite. Hundehalter sollten ihre Tiere in Gewässernähe anleinen, da auch Vierbeiner ins Eis einbrechen können. Zudem sollten Menschen nie allein aufs Eis gehen und ihre Umgebung im Blick behalten. Knacke oder knistere das Eis beim Betreten, sollte man sich sofort flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen. In Bauchlage mit ausgebreiteten Armen könne man sich dann langsam in Richtung Ufer bewegen.

Wer einen anderen Menschen beim Eiseinbruch beobachte, sollte sofort einen Notruf über die Nummer 112 absetzen. Um sich selbst zu schützen, sollte man der betroffenen Person niemals die Hand reichen, sondern nur Hilfsmittel wie Jacke, Schal oder einen Ast.