Diakonie richtet Fachstelle gegen sexuelle Gewalt ein

Eine neue Fachstelle „Aktiv gegen sexuelle Gewalt“  hat die Diakonie Deutschland eingerichtet. Die Einrichtung soll die bisherige Arbeit bündeln und vertiefen.

Eine Fachstelle gegen sexuelle Gewalt hat die Diakonie eingerichtet (Symbolbild)
Eine Fachstelle gegen sexuelle Gewalt hat die Diakonie eingerichtet (Symbolbild)imago/MiS

Der evangelische Wohlfahrtsverband teilte mit, die Stelle sei für alle Fragen zum Thema sexuelle Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt im kirchlich-diakonischen Raum zuständig und arbeite eng mit der Fachstelle der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammen. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie erklärte, die neue Fachstelle werde die bisherigen Aktivitäten zur Prävention, Intervention, Aufarbeitung und Hilfe von sexualisierter Gewalt bündeln und intensivieren.

Vorstandsmitglied Maria Loheide erklärte, für die Diakonie habe der Schutz der ihr anvertrauten Menschen und die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt höchste Priorität. Die Fachstelle „Aktiv gegen sexuelle Gewalt“ werde unter anderem zur Vernetzung von Betroffenen beitragen, sich politisch für die Anerkennung ihres Leids einsetzen, wissenschaftliche Aufarbeitungsstudien fördern und mit Partnern außerhalb der Diakonie zusammenarbeiten wie der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung.

Wer die Stelle leitet

Die Fachstelle hat zu Beginn des Jahres ihre Arbeit aufgenommen. Leiterin ist die Erziehungswissenschaftlerin Marlene Kowalski, die an der Universität Hildesheim zu Fragen der Prävention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt gearbeitet und Einrichtungen bei der Erarbeitung von Schutzkonzepten beraten hat.