Die Diakonie München und Oberbayern fordert im Wahlkampf zur Kommunalwahl am 8. März mehr Aufmerksamkeit für sozialpolitische Themen. Soziale Angebote seien „kein nettes Extra“, sondern entscheidend für den Zusammenhalt der Gesellschaft, betonte Andrea Betz, Vorstandssprecherin der Diakonie München und Oberbayern, in einer Pressemitteilung vom Mittwoch. Angesichts angespannter Haushaltslagen sei die soziale Infrastruktur in vielen Kommunen unter Druck. Vor allem Menschen mit geringem Einkommen bräuchten jedoch verlässliche Unterstützung, sagte Betz. Das soziale Netz dürfe „trotz knapper Kassen keine Löcher bekommen“.
Um sozialpolitischen Themen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, plane die Diakonie München deshalb Diskussionsformate mit Spitzenvertretern der drei größten Parteien im Münchner Stadtrat, Dominik Krause (Bündnis 90/Die Grünen), Clemens Baumgärtner (CSU) und Verena Dietl (SPD). Zu den zentralen Forderungen der Diakonie gehören laut Mitteilung Armutsbekämpfung, Strategien gegen Einsamkeit und die Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche. „Wir rufen die Kandidaten und Kandidatinnen aller demokratischen Parteien auf: Geben Sie sozialen Fragen wieder mehr Aufmerksamkeit, mehr Bedeutung und auch mehr Ressourcen“, forderte Betz. (0274/28.01.2026)