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Diakonie Hamburg: Winterwetter für obdachlose Menschen gefährlich

Die Diakonie Hamburg appelliert erneut an die Bevölkerung, bei obdachlosen Menschen genau hinzusehen. Bei der derzeitigen Wetterlage sei der Aufenthalt im Freien für die rund 3.800 obdachlosen Menschen in Hamburg mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden, teilte das Diakonische Werk Hamburg am Montag mit. Die Diakonie forderte zugleich die ganztägige Öffnung des Hamburger Winternotprogramms.

Da viele der Betroffenen unter Vorerkrankungen leiden würden, führten bereits vermeintlich einfache Virusinfektionen häufig zu schweren Komplikationen, erläuterte die Diakonie. Hamburgerinnen und Hamburger sollten obdachlose Menschen ansprechen, sie nach ihrem Befinden fragen und ihnen heiße Getränke anbieten. Bei Anzeichen akuter gesundheitlicher Gefährdung sollte umgehend der Rettungsdienst unter der Nummer 112 verständigt werden.

Zum Winternotprogramm der Stadt Hamburg informierte die Diakonie, die Öffnungszeiten seien aktuell zwar von 15 bis 11.30 Uhr ausgeweitet. Das bedeute aber, dass die Betroffenen die Räumlichkeiten immer noch für mehrere Stunden am Tag verlassen müssten. Die Diakonie halte eine ganztägige Öffnung der Unterkünfte für erforderlich.