Immer weniger Menschen in Deutschland geben sich das Ja-Wort. Das geht aus einer aktuellen Statistik zum Welttag der Ehe am 8. Februar hervor.
In Deutschland heiraten immer weniger Menschen. Die Zahl der Eheschließungen sei auf einem historischen Tiefststand angekommen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag zum Welttag der Ehe am 8. Februar in Wiesbaden mit. Demnach wurden im Jahr 2024 in Deutschland 349.200 Ehen geschlossen. Noch nie seit Beginn der Erfassung 1950 hätten sich in einem Jahr so wenige Menschen das Ja-Wort gegeben, hieß es.
Mehr als drei Viertel (79 Prozent) der 698.400 Eheschließenden heirateten zum ersten Mal, waren also zuvor weder geschieden noch verwitwet. Gut 97 Prozent der Ehen schlossen Paare unterschiedlichen Geschlechts und knapp 3 Prozent Paare gleichen Geschlechts. Nach der Einführung der Ehe für alle im Oktober 2017 gehen seit dem Berichtsjahr 2018 auch gleichgeschlechtliche Eheschließungen in die Statistik ein.
Zahl und Anteil der Verheirateten sinken laut Angaben der Statistiker seit Jahren nahezu kontinuierlich. Den aktuellen Daten zufolge ist jede zweite erwachsene Person in Deutschland verheiratet. Das entsprach 34,6 Millionen Menschen, die Ende 2024 in einer Ehe lebten. 30 Jahre zuvor, 1994, hatten der Statistik zufolge noch rund 39,2 Millionen volljährige Menschen in einer Ehe gelebt; das waren 60 Prozent aller Erwachsenen.