Denkmalschützer fordern Erhalt von Generalshotel

Kurz vor dem geplanten Abriss des Generalshotels am alten Ost-Berliner Flughafen Schönefeld haben Denkmalschützer erneut den Erhalt des Bauwerks von 1949 gefordert. Das Deutsche Nationalkomitee der internationalen Denkmalpflege-Vereinigung Icomos verfolge die akuten Abrisspläne „mit größter Sorge“, erklärte das Komitee am Mittwoch in Berlin. Die Denkmalschützer appellierten „mit Nachdruck“, vom geplanten Abriss abzusehen und stattdessen vorhandene Erhaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten zu verfolgen.

Der Abriss ist für Donnerstag angekündigt. Das 1948/49 errichtete Gebäude gehört dem Bund und soll Platz machen für den Ausbau des BER zum Regierungsflughafen.

Das Generalshotel sei ein „herausragendes und einzigartiges Zeugnis aus der frühen Zeit des Kalten Krieges“, das die politische Macht der sowjetischen Militäradministration repräsentiere, betonte der Vorstand des Nationalkomitees. Damit gehe die Bedeutung des Denkmals weit über die innerdeutschen Grenzen hinaus und liege auf europäischer und internationaler Ebene. Das Generalshotel weise als Kulturerbe aus der Zeit des Eisernen Vorhangs einen außerordentlichen geschichtlichen, baukulturellen und künstlerischen Wert auf und sollte daher vor dem Abriss bewahrt bleiben. Für den Erhalt hatte sich unter anderem auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ausgesprochen.