Der Aachener Friedenspreis wird seit 1988 an Menschen und Gruppen verliehen, die sich für Frieden und Verständigung einsetzen. „Wir wollen sie ehren, wenn sie Frieden gestiftet haben durch Gerechtigkeitssinn, Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft; durch Gewaltlosigkeit, Zivilcourage, Tatkraft, Sachlichkeit und Herz“, heißt es in der Gründungserklärung. Der mit jeweils 2.000 Euro dotierte Preis ist meist zweigeteilt und geht somit an zwei verschiedene Initiativen oder Einzelpersonen.
Geehrt werden vor allem eher unbekannte Projekte oder Menschen, die „von unten her“ dazu beitragen, der Verständigung der Völker und der Menschen untereinander zu dienen, Feindbilder abzubauen und Vertrauen aufzubauen. Sie sollen durch die renommierte Auszeichnung öffentliche Aufmerksamkeit erhalten und vor Repressionen und Gewalt geschützt werden. Die Verleihung findet traditionell am 1. September, dem Antikriegstag, statt.
Getragen wird der Aachener Friedenspreis von rund 50 kirchlichen, politischen, gewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Gruppen sowie etwa 300 Einzelpersonen, die im Verein „Aachener Friedenspreis“ zusammengeschlossen sind. Wer den Preis erhält, entscheidet die Mitgliederversammlung des Vereins.
Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem der Initiativkreis gegen Atomwaffen in Büchel, die türkische Menschenrechtsaktivistin Leyla Zana, die Menschenrechtsorganisationen Borderline Europe und Pro Asyl und das Wanderkirchenasyl NRW. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an die „Omas gegen Rechts“ und die „Youth Initiative for Human Rights“.