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Christuskirche Hanau wird zum diakonischen Zentrum

Der Evangelische Kirchenkreis Hanau und das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig bauen die Christuskirche Hanau in ein diakonisches Zentrum um. Unter dem Motto „Diakoniekirche. Begegnen. Beraten. Begleiten.“ soll in der bestehenden Kirche ein neuer Ort des Austausches, der Hilfe und Hoffnung mitten in der Stadt entstehen, teilte das Diakonische Werk am Dienstag in Kassel mit.

Geplant sei der Umbau als sogenannte Haus-in-Haus-Lösung zu einem Büro- und Begegnungshaus mit rund 1.100 Quadratmetern Nutzfläche auf drei Etagen. Das historische Erscheinungsbild bleibe erhalten, zugleich schaffe die neue Architektur Raum für vielfältige soziale Angebote. Hauptnutzer wird das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig, das mit rund 45 Mitarbeitenden Beratung für Menschen in schwierigen Lebenslagen anbiete.

Die Stadtkirchengemeinde habe als Eigentümerin des Gebäudes aufgrund rückläufiger Mitgliederzahlen und notwendiger Sanierungen entschieden, die Christuskirche nicht mehr als klassische Gemeindekirche zu nutzen. Der Kirchenkreis übernehme das denkmalgeschützte Gebäude mit dem Ziel, sie zu bewahren und in ein lebendiges Zentrum zu verwandeln. „Wir wollen zeigen, dass Kirche bleibt – als Kraftquelle, als Unterstützerin, als offener Raum für die Menschen in unserer Stadt und dem gesamten Main-Kinzig-Kreis“, sagte Martin Lückhoff, Dekan des Kirchenkreises. Die Diakoniekirche werde den kirchlichen Auftrag und die diakonische Praxis verbinden.

Neben der Beratung werde es offene Sprechstunden und Begegnungsangebote geben. Zudem sei im Erdgeschoss ein Back-Café als offener Treffpunkt geplant. Lückhoff betont: „Wir glauben, dass dieses Projekt auch über Hanau hinaus Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit gibt“: Wie bleibe Kirche relevant? Wie werde sie sichtbar? Wie verbinde sie Glauben mit konkretem Handeln? Das Projekt sei im Sinne des Reformprozesses, wonach die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck trotz knapper Ressourcen attraktiv bleiben will. Der Umbau soll bis 2028 abgeschlossen sein und werde rund 6 Millionen Euro kosten.