Studie zu Jugendfreizeiten

Christliche Feriencamps sind besonders fürsorglich

Laut einer Studie des Jugendpfarramtes der Nordkirche wird bei christlichen Freizeiten eine besondere "Kultur der Fürsorge" erlebt.

Laut einer wissenschaftlichen Studie des Jugendpfarramtes der Nordkirche wird bei christlichen Freizeiten eine besondere "Kultur der Fürsorge" erlebt

Hamburg. Bei christlichen Ferienfreizeiten wird die Gemeinschaft offenbar intensiver wahrgenommen als bei nichtreligiösen Anbietern. Laut einer wissenschaftlichen Studie des Jugendpfarramtes der Nordkirche wird bei christlichen Freizeiten eine besondere "Kultur der Fürsorge" erlebt. Allerdings ergebe sich aus den positiven Erfahrungen keine gestärkte Verbindung zur evangelischen Kirche und ihren Gemeinden. Die Autorinnen der Studie, die am Mittwoch in Hamburg vorgestellt wurde, regen daher zum Dialog in den Gemeinden an. Ansonsten bestehe die Gefahr einer "religiösen Individualisierung", ohne die Jugendlichen in die kirchliche Gemeinschaft einzubeziehen.

Entscheidend für das Gelingen einer Reise: das Engagement der Betreuer

Das Jugendpfarramt der Nordkirche hatte die Studie "Ferienfreizeiten unter der empirischen Lupe" vor zwei Jahren in Auftrag gegeben. Aus vier evangelischen Feriencamps der Nordkirche wurden Teilnehmer in ausführlichen Interviews befragt. Zum Vergleich befragten die Autorinnen auch Teilnehmer eines nichtkirchlichen Angebotes. Entscheidend für das Gelingen solcher Reisen ist offenbar das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Betreuer. Die drei Autorinnen plädieren daher für einheitliche Qualitätsstandards und eine gute Ausbildung der Betreuer.

Spezielle Orte sorgen für ein intensives Gemeinschaftserlebnis

Für ein intensives Gemeinschaftserlebnis brauche es spezielle Orte, heißt es in der Studie. Besonders Naturerlebnisse und Orte fernab der Zivilisation seien die ideale Bedingung für ein Erleben abseits vom Alltag. Während Kinder sich nur in überschaubar großen Gruppen mit dem Ganzen identifizieren könnten, sei bei Jugendlichen eine gewisse Gruppengröße nötig, um ein intensives Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Je größer die Gruppe, desto eher nehmen auch kirchenferne Jugendliche teil. (epd)

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