Derzeit gibt es junge Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten würden, sich diesen aber nicht leisten können – weil das Taschengeld nicht ausreicht, um ein Zimmer in einer anderen Stadt zahlen zu können.
Die Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa hat einen Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst gefordert. “Auch junge Menschen, die aus einem einkommensschwachen Elternhaus kommen, müssen sich einen Freiwilligendienst leisten können”, sagte Welskop-Deffaa in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. Sie müssten ein angemessenes Taschengeld erhalten, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Union und SPD haben die Stärkung der Freiwilligendienste in ihrem Koalitionsvertrag verankert. Die 50 Millionen Euro, die der Bundestag im Dezember zusätzlich bewilligt habe, seien ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Weitere müssten aber folgen. Am Montag startet die Caritas ihre Jahreskampagne unter dem Motto “Zusammen geht was”. Damit will sie einen Fokus auf ein besseres Miteinander der Generationen legen. Viele junge Menschen arbeiten in ihrem Freiwilligendienst in Pflegeheimen und kümmern sich um ältere Menschen.