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Caritas-Medienpreise für Recherchen zu Gewalt und NS-Zeit

Viele Bewerber – Sieger in vier Kategorien – erstmals auch für Social Media. Öffentlich-Rechlichen räumen ab.

Der “Südkurier”-Reporter Pascal Durain, die SWR-Radiojournalistinnen Elisa Göppert und Hanna Kopp und die WDR-Filmemacherinnen Yvonne Lachmann und Nora Mazurek haben den Medienpreis 2025 der Caritas Baden-Württemberg gewonnen. Eine Auszeichnung ging auch an den Instagram-Kanal @swrheimat, wie die Caritas am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Die mit je 2.000 Euro dotierten Auszeichnungen werden bei einem Festakt am 4. Februar im Stuttgart Haus der Katholischen Kirche vergeben. Beim Wettbewerb eingegangen waren insgesamt rund 100 Beiträge.

Durain überzeugte die Jury mit seiner Reportage über einen Mann, der seine Partnerin schlug, schwer verletzte und dann in Therapie ging. Durch hartnäckige Recherche sei es dem Autor gelungen, ein brisantes, oft tabuisiertes Thema anzugehen.

Göppert und Kopp erzählten in einem Radiofeature darüber, wie ein Bergwerk im Kinzigtal, in dem in der NS-Zeit Zwangsarbeiter schuften mussten, später zu einer Mülldeponie wurde. Der Film “Lebensunwert” von Lachmann und Mazurek dokumentierte ein Theaterprojekt zur NS-Tötungsanstalt Grafeneck.

Erstmals wurde der Caritas-Journalistenpreis auch in der Kategorie Social Media vergeben. Hier wurden die Beiträge von @swrheimat ausgezeichnet. Für die Jury ist der Instagram-Kanal ein Beleg dafür, dass Menschen auch über positive Nachrichten auf Social Media zu erreichen sind.