Die Situation in Venezuela bleibt auch nach dem militärischen Eingreifen der USA nach dem Jahreswechsel nach Angaben des katholischen Hilfswerks Caritas international (Freiburg) sehr angespannt und vertieft die seit Jahren bestehende wirtschaftliche und soziale Not der Bevölkerung weiter. „Die Menschen in Venezuela sind äußerst verunsichert, sie sind erschöpft und stehen physisch wie mental vor dem Zusammenbruch“, sagte Jonas Brenner, Fachkraft von Caritas international in Bogotá, Kolumbien laut einer Meldung der Caritas vom Freitag.
Es fehle vor allem an Lebensmitteln, der Mangel an Treibstoffen und Strom führe zu weiteren Problemen. Über die Caritas Venezuela könne das Hilfswerk den Menschen konkret helfen und verteile Nahrungsmittel über Suppenküchen. Dabei würden vor allem Mütter mangelernährter Kinder unterstützt. Diese Hilfe müsse dringend ausgebaut werden. Neben dem Engpass an Nahrungsmitteln bestehe ein großer Bedarf an psychosozialer Hilfe, sagte Brenner. Acht Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner sind in den vergangenen Jahren aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Situation ins Ausland geflohen, vor allem nach Kolumbien. (0109/16.01.2026)