Eigentlich ist es ein angenehmer Termin für jeden Kanzler zum Jahresbeginn: der Empfang der Sternsinger im Kanzleramt. Auch bei Friedrich Merz war er fest eingeplant, nun muss er nach Paris und lässt sich vertreten.
Anders als zunächst geplant kann Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag die Sternsinger nicht selbst im Bundeskanzleramt empfangen. Das erklärte am Montag ein Regierungssprecher. Merz sei in Paris, dort treffe sich die sogenannte Koalition der Willigen, um über die Ausgestaltung von Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu sprechen. Vertreten wird Merz von Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU).
Die Sternsinger-Aktion, bei der rund um den Jahreswechsel bundesweit Zehntausende Kinder und Jugendliche von Tür zu Tür gehen, gilt als die weltweit größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. Seit dem Start im Jahr 1959 kamen so nach Angaben der Organisatoren 1,4 Milliarden Euro zusammen – für Sozialprojekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa. Hinter der Aktion stehen das Kindermissionswerk “Die Sternsinger” und die katholischen Jugendverbände in Deutschland.
Nach Angaben des Kindermissionswerks ist es das erste Mal, dass ein Bundeskanzler nicht an dem Empfang teilnimmt. Seit 1984 werden die Sternsinger alljährlich zu Jahresbeginn im Bundeskanzleramt empfangen.