Mit Theaterworkshops, Spaziergängen und Debatten ein Zeichen gegen Spaltung und für Toleranz setzen. Das möchte ein breites Bündnis. Mit dabei sind auch die Kirchen, Muslime und der Zentralrat der Juden.
Die “Initiative kulturelle Integration” hat zum bundesweiten Aktionstag “Zusammenhalt in Vielfalt” am 21. Mai aufgerufen. Zum Auftakt stellte das Bündnis aus 28 Organisationen am Freitag in Berlin erste Veranstaltungen vor, die im Laufe des Jahres bundesweit stattfinden. Geplant sind etwa ein Theaterworkshop zur sexuellen Identität in Frankfurt (Main) sowie ein Stadtspaziergang zu den Biografien schwarzer Menschen in Hannover.
Mitglieder des Bündnisses sind unter anderem die ARD, die Kirchen sowie der Deutsche Kulturrat. Zum Aktionstag am 21. Mai ruft die Initiative die Zivilgesellschaft auf, sich bundesweit mit Veranstaltungen zu beteiligen.
Der Sprecher der Initiative und Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, sagte, alle Menschen seien eingeladen, sich aktiv für den gesellschaftlichen Zusammenhalt stark zu machen und ein Zeichen zu setzen.
Bischöfin Kirsten Fehrs, Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, erklärte: “Unsere Gesellschaft lebt von kultureller Vielfalt, sie braucht aber auch gemeinsame Werte. Kultur und Religion können beides leisten: Sie eröffnen Freiräume für Unterschiedlichkeit und stiften zugleich Zusammenhalt.” Auch der Koordinationsrat der Muslime und der Zentralrat der Juden beteiligen sich an der Initiative.
Der Programmdirektor des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Robert Skuppin, fügte hinzu: “Nie war es wichtiger als heute, Zusammenhalt und Vielfalt sichtbar zu machen. Als öffentlich-rechtlicher Sender in der Hauptstadtregion begleitet der RBB den bundesweiten Aktionstag ‘Zusammenhalt in Vielfalt’ als Medienpartner.”
Der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimar (parteilos), betonte in einem Schreiben: “Gerade jetzt kommt es darauf an, Vielfalt und Zusammenhalt nicht gegeneinander auszuspielen, sondern beides zu stärken. Deshalb lade ich alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich am bundesweiten Aktionstag zu beteiligen und ein sichtbares Zeichen für kulturelle Vielfalt, Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen.”