Bischof Jeremias wirbt für Austausch zwischen Kunst und Kirche

Kunst und Kirche sind für den Theologen „seelenverwandt“.  Das sagte er bei einem Begegnungstag in Sternberg im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Bischof Tilman Jeremias Foto: Marcelo Hernandez / Nordkirche
Bischof Tilman Jeremias Foto: Marcelo Hernandez / NordkircheMarcelo Hernandez

Sternberg. Für mehr Austausch zwischen zeitgenössischer Kunst und Kirche hat der Greifswalder Bischof Tilman Jeremias geworben. Unter dem Motto „Kunstort Kirche“ hatte er gemeinsam mit den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Kirche und Denkmalpflege zu einem Begegnungstag nach Sternberg in Landkreis Ludwigslust-Parchim eingeladen.

Kirchengebäude bergen laut Jeremias „unfassbare Schätze bildender Kunst“. Diese gelte es nicht nur museal zu pflegen, vielmehr gehe es „um eine lebendige Begegnung von Kunst und Glaube, in der das Unsagbare Gestalt erhält“, sagte der Bischof im Nordkirchen-Sprengel Mecklenburg und Pommern. Kunst und Kirche bezeichnete er als „darin seelenverwandt, dass sie Dinge jenseits der Oberfläche sichtbar und spürbar werden lassen wollen und nach Sinn und Tiefe fragen“.

„Markt der Möglichkeiten“

In Workshops stellten beispielsweise Pastoren Projekte aus ihren Gemeinden vor, die schon gut laufen. Die Leiterin des „Kulturhimmels“ der Nordkirche, Anna Luise Klafs, warb für den „Markt der Möglichkeiten“. Dieser biete Künstlerinnen und Künstlern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen eine Plattform zur Vernetzung. Wichtigstes Thema auf dem Podium war der Krieg in der Ukraine. Klafs sagte: „Kirche und Kunst vereint, dass sie sich der brüchigen Existenz des Menschen stets bewusst sind.“ Gerade jetzt, in einer „durch Corona und den Krieg erschütterten Gegenwart“, halte sie deshalb den Dialog für wesentlich. (epd)