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Bilder aus KZ-Theresienstadt im Frankfurter Römer

Werke zweier Menschen, die das Konzentrationslager Theresienstadt überlebt haben, werden in Frankfurt am Main gezeigt. Die Ausstellung „Kunst gegen den Tod – Bilder aus Theresienstadt“ sei vom 20. bis 29. Januar in den Römerhallen zu sehen, teilte das Deutsche Kulturforum östliches Europa am Donnerstag in Potsdam mit. Die Gedenkstätte Theresienstadt in der heutigen Tschechischen Republik habe die Ausstellungen mit Bildern von Alfred Kantor und Helga Weiss zusammengestellt.

Der Prager Zeichner Alfred Kantor wurde den Angaben zufolge mit seiner Mutter und seiner Freundin in Theresienstadt interniert. Die beiden Frauen wurden nach Auschwitz deportiert und ermordet, Kantor kam als Zwangsarbeiter ins KZ-Außenlager Schwarzheide. Dort und zuvor in Theresienstadt hielt er seine Erlebnisse in Skizzen fest. „Sie dokumentieren sachlich und eindrucksvoll das Martyrium so vieler Menschen, von denen nur wenige überlebten“, heißt es in der Mitteilung.

Die Auschwitz-Überlebende Helga Weiss (Hošková-Weissová) wurde laut Mitteilung im Alter von zwölf Jahren mit ihrer Familie aus Prag ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Dort schuf sie innerhalb von drei Jahren mehr als 100 Zeichnungen „von einzigartigem künstlerischen und dokumentarischen Wert“, die das Leben der eingesperrten und misshandelten Menschen aus der Sicht eines Kindes zeigten.